Rasende Reporterin

Der THW Kiel gewinnt die Champions-League

Und fünf Lemförder waren live dabei

Auch nach dem verlorenen Halbfinale gegen Kiel stellte sich Sancho, Maskottchen von Ciudad Real, mit uns zum Erinnerungsfoto auf.

Was für ein Wochenende. Reichlich Nerven gekostet hat es auf jeden Fall, besonders wenn man beim ersten Champions-League-Final-Four der Geschichte in der Kölner Lanxess-Arena als Fan des THW Kiel saß. Andreas, Volker, Meike, Melli und Viola saßen in der zehnten Reihe und waren somit mittendrin im Geschehen. Obwohl das Sportliche noch gar nicht losgegangen war, war ganz Köln im Handballfieber - und ganz fest in Kieler Hand. Die Stimmung in der Domstadt war super, überall waren Trikots zu sehen, überall hörte man zur Begrüßung ein „Moin, Moin“. Aber auch erste sympathische, spanische Annäherungsversuche gab es. Besonders bemerkenswert, wenige Stunden vorm Halbfinale liefen die Spieler von Ciudad Real noch seelenruhig in der Innenstadt rum und ließen sich mit Fans fotografieren. Beim Fußball unvorstellbar.

Dann ab zur Halle. Während Barca das erste Halbfinale gegen Medwedi sicher für sich entschied, wurde es im zweiten zwischen Ciudad und Kiel das erste Mal so richtig spannend. Zumindest meine Nerven waren schon jetzt deutlich angeschlagen. Das einzig Enttäuschende in und an der Halle war, dass es nur äußerst wenig Klamotten-Stände gab. Viele Fans wollten sich mit T-Shirts oder Trikots eindecken, aber Pustekuchen. Da kann sich die EHF doch noch einiges vom DHB-Pokal-Final-Four in Hamburg abgucken. Aber nach einer Premiere muss es ja auch noch etwas zum Verbessern geben. Noch besser als am Samstag wurde die Stimmung am Sonntag in der Halle. Selbst Zuschauer im Trikot des HSV oder der Rhein-Neckar-Löwen waren zahlreich zu sehen und drückten dem THW die Daumen. Ein Finale, das hielt, was es versprochen hat. Ich gerate immer noch ins Schwärmen. Zehn Minuten vor Ende der Partie stand die gesamte Halle, solch eine Stimmung hab ich noch nicht erlebt. Und eins steht fest, wenn es so ist wie es gesagt wird, dass Köln auch im nächsten Austragngsort des Final Four ist - dann bin ich wieder dabei!!!




Ein Tag im Zeichen des THW Kiel

Viola Dietrich

Endlich! Endlich stand für mich mal wieder eine Reise nach Kiel auf dem Programm. Kurzfristig konnte ich zwei Karten für das Bundesliga-Spiel gegen die Füchse Berlin ersteigern. Endlich also mal wieder in der Ostseehalle – oh, Entschuldigung, aber seit dieser Saison ist es die Sparkassen-Arena. Da kann ich mich noch nicht dran gewöhnen.

Kaum in der Halle bekommt man ein Heft in die Hand gedrückt, alle Infos rund um das Spiel. Noch kurz ein Bierchen im Umlauf, dann die Plätze suchen und auf das Spiel einstimmen. Noch während ich im Hallenheft blättere wird das erste Mal applaudiert. Die THW-Spieler kommen zum Aufwärmen auf das Parkett. Jetzt gilt die Konzentration natürlich ihnen. Irgendwie sieht bei Stefan Lövgren und Co. alles so schubidu aus. Die laufen da ein bisschen hin und her und machen anschließend eigene Übungen. Würd ich das so machen, würd ich nen Einlauf von meinem Trainer kriegen, garantiert.

Als die Spieler dann die Halle wieder verlassen, steigt die Spannung. Erst laufen die Füchse Berlin ein. Dann wird die Halle abgedunkelt, es läuft Musik mit Gänsehaut-Feeling. Mit einem Feuerwerk laufen die Stars des Abends dann schließlich über den roten Teppich ein. Dann der Anpfiff: Auch wenn die Berliner bisher eine gute Saison hingelegt haben, gegen Kiel kommen sie nicht in Tritt. Nach 60 Minuten steht es 38:29 für den THW.N

och kurz genießen wir die Atmosphäre, dann machen wir uns auf den Weg zum Auto. Denn vor uns liegen noch 300 Kilometer Heimweg. Das aber ist eine Reise, die sich immer lohnt und die jeder Handballfan mal gemacht haben sollte.




Drei Fragen an unserem Weltmeister Torsten Jansen vom HSV Hamburg

Torsten Janssen

1. Bedeutet dir die Trikotnummer 5 etwas?
„Das hat rein gar nichts zu bedeuten. Das hat eher was mit meinen Schulnoten zu tun. Das war natürlich ein Scherz.“

2. Was spielst du lieber: Abwehr oder Angriff?
„Abwehr. Da kann man sich so richtig reinkämpfen. Wenn du vorne Wurfpech hast, kannst du erstmal nichts machen.“

3. Welchen Rat gibst du Jugendlichen, die auch einmal so weit kommen wollen wie du?
„Das ist ganz einfach: Kampf und Wille zeigen!“






Vier Fragen an Nikola Karabatic

Viola Dietrich

1. Du wirst von vielen jungen Spielern bewundert. Was würdest du ihnen raten, um genauso erfolgreich zu werden wie du?
Karabatic: „Ich würde ihnen sagen, dass man nur erfolgreich sein kann, wenn man das richtig will. Vielleicht bin ich nicht der beste Spieler der Welt, es gibt viele Spieler, die härter werfen, die höher springen, die schneller sind, die stärker sind, aber meine Qualität ist, dass ich Ehrgeiz habe. Ich will! Ich weiß ich, was ich will und wenn ich auf dem Platz stehe, will ich gewinnen.“

2. Deine Vorbilder sind?
Karabatic: „Stefan Lövgren und mein Papa.“

3. Hast du auch an anderen Sportarten Interesse?
Karabatic: „Mein Bruder spielt Tennis und ich habe großes Interesse daran, was er macht. Wenn ich in Montpellier bin, schaue ich mir jedes Spiel von ihm an.“

4. Ist dir die „13“ aus der Nationalmannschaft oder die „22“ vom THW lieber?
Karabatic: „Meine Lieblingsnummer ist die „11“, weil ich am 11. April geboren bin. Aber als in die Nationalmannschaft kam, war ich 18 Jahre alt und konnte keine Ansprüche stellen. Da haben mir die Leute die „13“ gegeben. Das ist eine schöne Nummer, weil es eine Nummer mit einer gewissen Geschichte ist. In Kiel war die „11“ vergeben, da habe ich mich für die „22“ entschieden, weil es zweimal die „11“ ist.“

Bilder aus Schweden